Küssen verboten!

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Küssen verboten! Frau küsst Frosch

Küssen verboten

Zärtlichkeiten in Zeiten von Corona

Es ist schon ein Kreuz mit dem Austausch von Zärtlichkeiten in diesen Tagen. Gerade, wenn es den Menschen nicht so gut geht, steigt doch das Bedürfnis nach Streicheln, Schmusen, Hände halten und Küssen. Genau das ist jetzt der Fall. In einer Zeit, in der das Virus mit Namen SARS-CoV-2 oder Coronavirus die Welt in pandemische Schockstarre versetzt.

Die positiven Effekte indes sind beim zwischenmenschlichen Austausch von Zärtlichkeiten unbestritten. So jedenfalls liest man es immer wieder in allen Medien, von der Krankenkassen-Homepage bis hin zur Süddeutschen Zeitung. Die SZ beispielsweise zitiert in ihrem Artikel vom 21.01.2020 mit Ute Repschläger vom Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK e. V.) gar eine anerkannte Fachfrau zum Thema mit den Worten „Ohne Berührungen verkümmert der Mensch und kann krank werden.“ Auch und gerade bei Neugeborenen ist ebenfalls auf breiter wissenschaftlicher Front anerkannt, dass sich das sogenannte „Baby-Cuddling“ äußerst positiv auf die Entwicklung des Neugeborenen auswirkt. Fatal: Kuscheln wir, werden wir krank. Kuscheln wir nicht, werden wir auch krank. Küssen verboten.

Was also tun in den Tagen von Kontaktverboten, Latex-Handschuhen und Nase-Mund-Behelfsmasken? Keine Chance auf selbstverordnete Stimmungsaufheller in Form von Streicheleinheiten? Es scheint fast so. Küssen verboten. Doch nicht nur der Mensch leidet.

Selbst verwunschene Prinzen in Froschgestalt sind vom Kontaktverbot betroffen, verschmäht angesichts zahlreicher gesellschaftlicher Einschränkungen der ansonsten kusswilligen Damen, und dazu verdammt, bis zum Ende ihrer Tage an Teichen ein quakendes Dasein zu fristen und sich zu ärgern, nicht wenigstens in der Muppet-Show gelandet zu sein..

Hier ein Foto des Froschkönigs bei der großen Versammlung seiner verwunschenen Untertanen, welche übrigens im Eilverfahren ihre Demonstration per einstweiliger Verfügung genehmigen ließen. Nicht zu überhören ist die Verzweiflung, die in den Stimmen der betrübten Amphibien mitschwingt.

Natürlich müssen auch in diesem speziellen Fall, genau wie bei den verhängten Einschränkungen und deren spätere Lockerung im Allgemeinen, mögliche Langzeitwirkungen und Spätfolgen in Betracht gezogen werden.

So liegt es auf der (natürlich frisch gewaschenen) Hand, dass die massenweise Verschmähung verwunschener Prinzen (küssen verboten) durch die um ihre Gesundheit besorgte Damenwelt, in der Folge auch einen gewissen Einfluss auf die Storchen-Population hat, da diese ja wegen der ‚Verwunschenen-Prinzen-Schwemme‘ über ein exponentiell gestiegenes Angebot ihrer Lieblingsnahrung verfügt.

Dies wiederum hätte zur Folge, dass die ebenso exponentiell ansteigende Storchen-Population die menschliche Geburtenrate erneut exponentiell ansteigen lässt, weil viel mehr Störche den Menschen natürlich auch viel mehr Babys bringen können.

Aus diesen Babys wird die Zahl der Prinzen exponentiell ansteigen und – Du ahnst es schon – eine exponentiell ansteigende Zahl in Frösche verwünscht.
Ein Teufelskreis!

Ob sich also Regierungsverantwortliche und Virologen der ‚Cuddling-Argumentation‘ anschließen und vielleicht schon ab dem nächsten Montag offenes Rudelkuscheln sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen erlauben, ist äußerst zweifelhaft. Und selbst Befürwortern der ‚Offenen-Kuschel-Methode‘ dürfte jetzt klar sein, dass dieser Weg auch gewisse Risiken birgt, will man nicht den Froschschenkel wieder auf die deutschen Speisekarten hieven.  Aber dies ist ein ganz anderes Thema und die Speisekarten derzeit sind ja leider auch eher abgespeckt als angereichert.

Den Moralisten unter den Entscheidungsträgern wird der in diesem Kontext wortwörtlich gemeinte Kuschelkurs sicher nicht gefallen, auch wenn der selbe Personenkreis in diesen Krisenzeiten durchaus Gefallen am Kuschelkurs im übertragenen Sinne gefunden hat.

Bevor sich aber die Gemüter über einen Kuschelkurs in die Haare kriegen (die ja mittlerweile lang genug sein sollten, um damit lange Zöpfe zu flechten, um diese abzuschneiden, wenn sie alt sind), hier die Entwarnung:

Aus moralischen Gründen soll, darf und muss ein jeder liebebedürftige Mensch natürlich nur mit seinem Partner, seinen Eltern oder seinen Kindern kuscheln, vorausgesetzt, alle Kuschelnden gehören einem Haushalt an. Dies wiederum widerspricht dann auch nicht den geltenden Corona-Beschränkungen und alle sind froh und gehen gemeinsam (in der Wohnung) glücklich ihrer Wege.

Naja, bis auf die Singles. Was sollen denn bloß die Singles machen. Hat mal irgendjemand an die Singles …. (Fortsetzung folgt, vielleicht …)

Nach soviel küssen-verboten-Corona-Nonsens (entschuldigung, musste einfach mal sein) empfehle ich entweder das aktuelle ZDF-Spezial zum Thema oder alternativ meinen Showroom mit ein paar Fotos zum ‚wieder-runter-kommen‘ – viel Spaß!

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Hast Du erst einmal die ’50‘ überschritten, kommst Du auch mit einer kurzen Vorstellung auf derart begrenztem Raum nicht aus. Es ist also nur dem Platzangebot hier und nicht etwa einem übersteigerten Geltungsbedürfnis des Verfassers geschuldet, dass es dafür eine separate Seite gibt ;-)

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