PoTuS 1 – Pablo ordnet Tiefgründiges und Seltsames

PoTuS 1 - Nicht, dass ich ein politischer Hund wäre ...

… aber gewissermaßen bin ich ja verwandt mit Bo, dem ehemaligen FDOTUS (First Dog of the United States). Und das verpflichtet. So ist es mir gerade in dieser Woche ein Anliegen, auf Missstände hinzuweisen, die mir bei meinen kleinen und großen ‘Geschäftsreisen’ in die nähere Umgebung aufgefallen sind.

"Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß"

Spurensuche Geocaching

Dieses markige Zitat aus der reichhaltigen ‘Sammlung sinniger Sprüche seniler Schlüsselspieler’ (auch 5S genannt), entsprang den (nicht nur?) für Hunde kaum nachvollziehbaren Hirnwindungen eines gewisssen Andreas ‘Andi’ Brehme, seines Zeichens Fußball-Weltmeister des 1990er-Teams. Gott hab’ ihn selig. Nein, nein – er lebt schon noch, glaube ich. Doch schon sein alter Kumpel Matthaeus wird in einem Uralt-Schinken, den die Menschen Bibel nennen, mit den Worten “Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.” zitiert.

Zwei Dinge fallen mir dazu ein: 1. Wer im Glashaus sitzt, lieber Lothar (so hieß der Bibelmensch doch mit Vornamen, oder?) sollte nicht mit Steinen werfen und: 2. Sieht schon noch ganz gut aus, dieser Matthaeus, jedenfalls für sein biblisches Alter.

Was dies alles jetzt mit Politik zu tun hat? Nichts. Haufenweise Haufen auf meinen Gassigängen dagegen schon. Und genau das mache ich in meiner Eigenschaft als PoTuS 1 zum Thema.

Ich habe echt keinen Bock mehr, mit meinen völlig unentspannten Menschen meine Runden zu drehen, weil diese in ständiger Sorge sind, menschgewordene Metapher eben jenes Andi-Brehme-Zitats zu werden. Liebe Hündinnen, liebe Rüden aller Rassen (darf ich das eigentlich noch schreiben?), bringt doch um Gottes Willen euren Menschen bei, eure Hinterlassenschaften aufzusammeln. Wir haben doch dann alle ein entspannteres Leben. Unser Bürgermeister verschenkt ja sogar die entsprechenden Beutel für eure Haufen. So jedenfalls ist der Plan.

Tatsächlich gilt als Kotbeutelprinzip der Leitsatz “Sind sie da, sind sie weg”. Das jedenfalls registriert der sensible und aufmerksame Hund, wenn er mit seinen Menschen an diesen Kotbeutelspendern vorbeimarschiert und die Menschen sich dann darüber aufregen, dass wieder einmal keine Beutel zur Verfügung stehen.

Mal ehrlich: was passiert eigentlich mit den ganzen Beuteln, wenn so gut wie kein Mensch die Scheiße  (entschuldigt den Kraftausdruck, aber ich rede mich gerade in Rage!) seines / ihres Hundes darin transportiert? Leute, nehmt ihr die Dinger mit zum Einkaufen und packt dann euer Obst dort hinein? Oder sammelt ihr IKEA-Imbusschlüssel darin? Gefrierbeutel? Kondomersatz? Omas Zähne? Der Phantasie der Menschen sind scheinbar keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Hundekotbeutel einem anderen als dem eigentlichen Zweck zuzuführen.

Denkt doch auch mal an die netten Leute vom Grünflächenamt. Die halten unsere Grünflächen sauber und sorgen dafür, dass die Wege begehbar bleiben. Die haben sicher auch kein gesteigertes Interesse daran, das, was bei euch hinten rauskommt, an ihren Schuhen durch die Gegend zu tragen, stets begleitet, von dem, was uns Hunde interessiert, den Menschen aber stinkt.

Hund mit Schnüffelteppich

Mal was Anderes, hat aber auch mit Ordnung im öffentlichen Raum zu tun.

Vielleicht erwähnte ich es ja schon (oder auch mein Mensch). Für alle, die es nicht wussten: bei meinen Geschäftsreisen oder auch, wenn ich meine Menschen an die frische Luft führe, habe ich meist meine Nase am Boden. Einige meiner Artgenossen kennen das. Und dabei geht’s nicht nur um’s Schnüffeln, sondern auch um’s Schmecken und Futtern. Alles, was ich auf den Wegen finde, ist interessant. Manchmal werden meine Menschen dabei ganz hektisch und nervös fummeln sie mir dann mit ihren Händen im Maul herum.

Ekelhaft! Und empörend zugleich, holen sie mir dann meine frisch erbeuteten Gegenstände wieder aus dem Fang. Kenne mich ja mit dem Menschenzeugs nicht so gut aus, höre halt nur, wenn meine Menschen aufgeregt von Zigarettenkippen, Schrauben, Plastikteilen, Mund- Nasenschutz, Kondomen (manchmal neu und originalverpackt, manchmal gebraucht – was meinen die nur damit?), Rotzfahnen (hä?), Wattestäbchen und noch vielen anderen Kostbarkeiten sprechen. Ganz sicher bin ich mir nicht, warum meine Menschen immer so ein Theater machen, wenn ich mal wieder etwas erwischt habe. Wahrscheinlich freuen sie sich über mein sicheres Gespür, sind neidisch, dass sie nicht so gut suchen können und nehmen mir meine Schätze dann schnell weg. Wie gemein.

Liebe Leute, um diesem Stress zwischen meinen Menschen und mir zu entgehen, bitte ich euch, versteckt doch diese Schätze nicht mehr dort, wo viele Menschen gehen. Versteckt doch eure Schätze einfach in eurer Wohnung, in eurem Haus, auf dem Balkon oder im Garten. Dann ist von Anfang an klar, für wen diese Schätze sind und es gibt keine Streitereien mehr.
Superangenehmer Nebeneffekt: Die Menschen müssen uns Hunden nicht permanent ihre fiesen Hände in unsere Mäuler stecken. Das wäre doch schön, oder?

Zum Schluss noch etwas Lustiges vom PoTuS 1: Letzten Samstag habe ich meine Schwester getroffen. Bevor ich Unkenrufe vernehme: natürlich alles coronakonform!

Zwei Hunde spielen im Wald
Geschwister im Wald heißen nicht immer Hänsel & Gretel

Das Wetter spielte auch mit: vorher hatte es tagelang reichlich geregnet, so dass die Waldwege superschön weich und matschig waren, das tut den Gelenken gut und beugt Hüftdysplasie vor – oder so ähnlich. Egal, wir hatten mächtig Spaß und der nahm bei mir an diesem Tag überhaupt kein Ende.

Denn: Habt ihr mal darauf geachtet, wie eure Menschen reagieren, wenn ihr euer matschdurchzogenes Fell im frisch geputzten Badezimmer schüttelt? Als PoTuS 1 sage ich euch, das ist eine Schau! Zur Nachahmung dringend empfohlen. So nervös sind sie nicht mal dann, wenn sie mir das weiche Teil aus dem Maul fischen, das die Menschen ‘gebrauchtes Kondom’ nennen.

Ganz schnell muss es dann gehen, bis ich unter der Dusche stehe (vielleicht gibt es davon demnächst auch mal Fotos; glaube aber eher nicht, weil Menschen unter ihrer Wechselhaut noch eine weitere Haut haben und darin sehr ulkig aussehen – Kameras sind da eher unerwünscht, glaube ich …).

Und wenn ich schon längst in meine schöne Decke gekuschelt bin, toben die beiden immer noch durch’s Bad und sammeln den Matsch ein, den ich mit ausgefeilter Technik von meinem Fell bis in die entfernteste Ecke des Badezimmers geschleudert habe. Wer kann, der kann.  PoTuS 1 halt. Hihi.

Ach Leute, bin ich froh, ein Hund zu sein. Doch jetzt ist genug für heute. Gleich gibt’s Fressen. Da lege ich äußersten Wert auf Pünktlichkeit und nehme mir für diese Zeit auch nichts anderes vor.

Also dann ‘Wuff’ und ‘Mahlzeit’

Euer Pablo – aka PoTuS 1

PoTuS 1 schläft
Mein Programm nach der Mahlzeit

p.s.: schreibt mir doch einen Kommentar, wenn euch mein Beitrag gefallen hat. Vielleicht lässt mich mein Mensch dann häufiger schreiben. Hier zum Vergleich sein erster Beitrag.

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